Cyberbulling oder auch Cybermobbing sind die Begriffe die derzeit in Kalifornien heiß diskutiert werden. Unter Cybermobbing versteht man das mithilfe der neuen Medien (Internet) anderen Schaden zugefügt wird indem Beleidigungen oder Verleumdungen öffentlich zugänglich gemacht werden.
Ein Abgeordneter des kalifornischen Senats hat in Anbetracht der bedenklich ansteigenden Zahl von Cybermobbing Fällen eine eigene Gesetzesvorlage vorgelegt, die vom Gremium bereits angenommen worden ist.
Der Gesetzesvorlage nach sollen alle Schüler die bei einer Cybermobbing Attacke ertappt werden, demnächst umgehend der Schule verwiesen werden können.
Dass Cybermobbing nicht nur in den USA, sondern auch hier zunehmend zu einem Problem wird, bestätigen ähnliche Fälle aus Großbritannien. Aber auch in Deutschland geben aktuelle Untersuchungen Grund zur Sorge. So bestätigt eine veröffentlichte Studie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), dass bereits 8% der Lehrkräfte an deutschen Schulen schon einmal direkt von Internet Mobbing betroffen waren. 31% gaben an, von ähnlichen Fällen aus dem Kollegen- oder Bekanntenkreis gehört zu haben. Neben den Angriffen auf Lehrer, stellt die Untersuchung zudem fest, dass etwa ein Drittel der Fälle auch Schüler untereinander mobben.
Angeheizt wird die Diskussion in Kalifornien dabei von einem bereits im vergangenen Jahr bekannt gewordenen Fall eines 13 jährigen Mädchens, das sich nach einem Cybermobbing Angriff über das Online Netzwerk MySpace erhängt hatte. Der Teenager war davon überzeugt, auf dem Portal eine neue Liebe gefunden zu haben. Als aber nach einem Monat ausgiebiger Kommunikation der vermeintliche Freund den Kontakt einfach mit der Begründung abbrach, dass das Mobbing Opfer sich unfair gegenüber ihren Freunden verhalte, löste das tiefe Depressionen bei ihr aus. Einen Tag später fanden ihre Eltern das Mädchen tot auf. Wie sich nach genauerer Überprüfung herausstellte, existierte ihr vermeintlicher Online Flirt gar nicht. Vielmehr hatten Mitglieder der Nachbarsfamilie das Web dazu missbraucht, um psychischen Druck auf das Opfer auszuüben.
Wobei hierzulande wie auch in Kalifornien das ausgrenzen bzw. verweisen der Schüler nicht viel bringen wird, meiner Meinung nach… Die Probleme werdendadurch nur verlagert und andere Strafen sollten verhängt werden wie z.B. Computerverbot für 3 Jahre oder ähnliches, quasi als Bewährungsstrafe. So etwas fände ich viel hilfreicher und in Zeiten wo die Jugendlichen vom Internet und dem chatten leben auch viel effektiver im Strafmaß.


