SMS kostenlos Versand die Abofalle im Internet


Ich will hier mal die neusten Tricks der Versand Firmen für SMS vorstellen. Sicherlich gibt es durchaus Dienste die kostenlos sind, aber einige Dienste benutzen derzeit Tricks, die hier einmal ein paar Zeilen wert sind.

Eine neue Masche ist es, einen kostenlosen SMS Versand Dienst aus den Boden zu stampfen und die Dienstleistung dann auch in der ersten Zeit wirklich kostenlos anzubieten. Das hat den Vorteil das sich so viele User registrieren und der Dienst Super bekannt wird im Internet. Mehre tausend Nutzer dürften also vorprogrammiert sein. Besonders erfreulich ist dann wenn auch “kostenlos.de” darüber berichtet und gerade bei Jugendlichen dürfte so eine Aktion sehr beliebt sein.

Kostenlos.de bewertet  Angebot XXX als Gut.

“Hier heißt es anmelden und abfeuern! Und jetzt texte mal fröhlich los!”

Soweit so gut. Wenn jetzt aber der Dienst auf einmal kostenpflichtig wird, ja was dann ??? Dann ist guter Rat teuer oder wie die Abzocke im Internet immer noch zieht !!!

Was war geschehen ?

Ein SMS kostenlos Versand hat seine Dienstleistung im Internet kostenlos angeboten und in den AGB stand das dieses eine Betaphase ist und die AGB`s sich wieder ändern können. Die Änderungen geschehen per Mail und der User hat seine Mail Adresse zu überwachen um Änderungen zur Kenntnis zu nehmen. Änderungen der AGB gelten also per Mail als genehmigt.

Jetzt stellte der Dienstleister seine AGB um und wurde von kostenlos zu kostenpflichtig. Jeder angemeldete User bekam eine Mail mit den Änderungen der AGB und diese gelten nach 7 Tagen als genehmigt, wenn diesen nicht schriftlich wiedersprochen wird.

Ich habe dann mal mit ein paar Anwälten für Internet Recht telefoniert und die bestätigten mir das es unzulässig ist eine AGB Änderung per Mail zukommen zu lassen. Bzw. der Anbieter muss beweisen das die Änderungen, die ja per Mail versandt worden sind, auch wirklich beim User angekommen sind und das er diese auch gelesen hat !!!

Somit muss man nicht zahlen wenn einem Rechnungen ins Haus flattern !!!

ABER wenn man jetzt mal den Taschenrechner rauskramt und ein bißchen die Zahlen kreisen läßt, wird man sich wundern wieviel sich im Internet immer noch abzocken läßt.

Also gehen wir mal von 10.000 Usern aus, die sich kostenlos bei einem Dienstleister registriert haben. Sollte ja kein Problem sein eine so große Userzahl zu bekommen. Jetzt ändert der Anbieter seine AGB und verschickt diese Änderungen per Mail. Jetzt merken aber 8000 User dieses und kündigen den Vertrag. Bleiben also noch 2000 User übrig.

Von diesen 2000 Usern nehmen sich 1000 User einen Anwalt und bezahlen ebenfalls nicht die Kosten, weil es rechtlich nicht zulässig war/ist.

Rest 1000 User, die entweder zu leichtgläubig sind oder es nicht geschnallt haben. Der kostenlose Dienst wurde in ein kostenpflichtigen Dienst umgewandelt und kostet jetzt 7 Euro für 2 Jahre Mindestvertragslaufzeit. Das sind dann 168,00 Euro die jeder User zahlen muss.

Wenn also von 10.000 User “nur” 1000 User wirklich zahlen, dann kommt da nach Adam Riese eine Summe von 168.000 EURO zusammen !!!

Das sollte man mal sacken lassen und sich diese Summe auf der Zunge zergehen lassen EINHUNDERTACHTUNDSECHZIGTAUSEND EURO.

Auch wenn die Firma nach 3 Monaten kostenpflichtigen treibens nicht mehr existiert lohnt sich so etwas zu 100% und selbst ein ruinierter Ruf kann einem bei 168.000 € Schmerzensgeld egal sein. Besonders wenn man mehrere solcher Projekte am laufen hat und so in ein paar Jahren bis zu einer Million Euro zusammen schummeln kann.

Ich habe hier absichtlich keine Namen von Firmen genannt oder Verweise auf Firmen gemacht damit ich selber nicht in die Schußlinie gelange ;-)

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