Anleitung wie man NICHT gefunden wird im Internet


Diese Anleitung soll dabei helfen wie man NICHT im Internet gefunden wird. Wobei dieses eigentlich heute schon fast unmöglich ist und in Zukunft komplett unmöglich sein wird. Mittlerweile sind immer mehr User im Netz und auch bei Arbeitgebern gehört es zum guten Ruf, seine Mitarbeiter online zu stellen. Ebenfalls sind auch Sportvereine sehr aktiv im Netz und zeigen so ihre Mitglieder. Wie man also sieht ist es so gut wie unmöglich sich aus dem Internet fernzuhalten.

Die einzige Möglichkeit wäre seinen Job zu kündigen, auf eine einsame Alm ohne Strom zu ziehen und nie nie wieder das Internet zu betreten, aber das will ja keiner. Also wird man sich damit abfinden müssen das IMMER Daten von einem im Netz stehen werden. Diese Daten sollten sich aber steuern lassen und dafür ist diese Anleitung gedacht.

1) Gehirn einschalten

Das ist auch so gemeint wie ich es geschrieben habe. Jeder Buchstabe, jedes Bild, jedes Video,  das du ins Internet stellst, kann unter Umständen eine sehr lange Zeit dort stehen bleiben. Auch wenn das Internet noch relativ neu ist, gilt immer noch der Satz “Wer schreibt der bleibt” und das wird sich in Zukunft auch nicht ändern. Am besten stellst du dir vor, das permanent jemand hinter dir steht und alles sieht was du im Internet so treibst. Denn das Internet ist nicht anonym und schon gar nicht persönlich. Es ist öffentlich und jeder kann alles sehen.

2) Think before you post ( erst denken dann schreiben)

Dieser Punkt knüpft an den ersten mit an und soll bedeuten, dass wenn du schon etwas schreibst im Internet, das du dann genau überlegen solltest ob du es auch wirklich machen willst. Nehmen wir zum Beispiel ein Forum. Du meldest dich dort an und im Laufe der letzten 2 Jahre hast du zig Artikel geschrieben und auch zig Kommentare hinterlassen. Jetzt kommt der Forenbetreiber auf die Idee sein Forum zu verkaufen, weil er eine stattliche Summe dafür geboten bekommt. Was ist nun mit dem neuen Betreiber ??? Er kauft nun ein Forum mit all deinen Daten und kann diese verwenden wie er will. Er könnte Anleitungen oder Bilder von dir einfach so weiter verkaufen, ob du das nun willst oder nicht, liegt dann nicht mehr in deiner Hand. Wie gesagt ist diese hier nur ein Beispiel, aber bei Foren wo alle Daten in das Eigentum den Betreibers übergehen, wäre dieses denkbar und wehren könnte man sich hier gar nicht.

3) Es gibt kein kostenlos

Auch dieser Punkt hängt wieder mit dem vorherigen Punkt zusammen. Im Internet gibt es kein kostenlos. Das Internet ist nie kostenlos gewesen und wird es auch nie sein. Viele Systeme, Foren, Communities, Suchmaschinen usw. wollen nur eins und das sind deine privaten Daten. Diese gebrauchen sie für die Werbung oder sonstige Auswertungsmöglichkeiten. Auch wenn sich Dienste kostenlos nutzen lassen, sind sie das nur auf den ersten Blick. Hier gibt es zwar Ausnahmen, aber auch diese werden immer weniger werden. ( Dieser Artikel ist absolut kostenlos ;-) )

4) Suchmaschinen wie Google und Co.

Es nützt rein gar nichts sich bei Suchmaschinen zu beschweren das die deine Daten finden / löschen sollen. Denn diese listen einfach nur dein Daten auf, die sie woanders gefunden haben. Wenn du also Google anschreibst “Ich will das der und der Eintrag verschwindet, wird die das genauso interessieren, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt. Nämlich gar nicht. Google findet deinen Eintrag und listet ihn einfach nur auf. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn du also willst das dieser verschwindet musst du dich an den Ursprung wenden. Alles andere ist hier zwecklos. Deswegen habe ich auch Datenwachschutz.de und diesen Blog hier gegründet um dabei behilflich zu sein.

5) Personensuchmaschine wie yasni.de, 123people.com und Co.

Personensuchmaschinen handeln genau wie die allgemeinen Suchmaschinen. Sie listen einfach nur Daten auf die Sie im Netz finden. Dieses geschieht live und Ergebnisse, die dort zu finden sind, werden nicht von denen bereitgestellt. Willst du also auch das dort Einträge verschwinden, musst du dich widerum an den Ursprung wenden, wo die Datei/Eintrag entstanden ist. Auch hier nützt es nichts, diese anzuschreiben weil die genauso wenig dafür können wie halt besagter Sack Reis aus China. Auch hier können wir weitere Informationen liefern da wir z.B. mit yasni.de zusammen arbeiten. Weitere Infos bekommst du auch in einem meiner älteren Artikel ->  “Nicht die anderen sind “evil” sondern DU bist es selber !”

6) Allgemeine Suchmaschinen ausperren

Jeder der eine eigene Homepage, Blog oder was auch immer, sein eigen nennt kann die allgemeinen Suchmaschinen aussperren. Dies kann mit einer robots.txt geschehen und ist sehr einfach zu realisieren. Eine robots.txt ist eine kleine Textdatei die den Suchmaschinen sagt was sie indexieren sollen und was nicht. Diese wird einfach in das Hauptverzeichnis geladen und das war es dann auch schon. Anleitungen dazu gibt es zu Hauff und Google hilft hier gerne (kostenlos) weiter. Unter den ersten 5 Ergebnissen findet man schnell sehr gute und ausführliche Anleitungen.

[UPDATE] Folgende Passage ist ungültig, wie ich gerade erfahren habe… Satire rulez :-P

7) Personensuchmaschinen aussperren

Auch die Personensuchmaschinen lassen sich von den eigenen Webseiten aussperren und das ist genau so einfach wie mit der robots.txt. Hier müssen einfach nur im Head Bereich der zu sperrenden Webseite ein paar Meta Tags untergebracht werden. Also einfach die gewünschte Seite mit einem Editor (Windows Notepad o.ä.) öffnen und im Bereich zwischen <head> und </head> die gewünschte Passage einfügen.

<Meta name=”Yasni” content=”noindex”>
<Meta name=”Pipl” content=”noindex”>
<Meta name=”123People” content=”noindex”>
<Meta name=”MyOnID” content=”noindex”>

(Quelle: abgefahrn.blogger.de )

Wer also möchte das seine Daten nicht indexiert werden muss auf der entsprechenden Seite

<Meta name=”robots” content=”noindex”>

verwenden. Das gilt pro Seite. Wer sein ganzes Angebot bzw. ganze Bereiche seiner Homepage schützen will sollte zur robots.txt Variante greifen (Punkt 6)

Weder yasni noch 123people verwenden eigene Crawler !

[UPDATE ENDE]

8 ) Fazit

Es wird fast unmöglich sein, eigene private Daten aus dem Internet heraus zu halten, aber wer ein paar Dinge beachtet wird ruhiger schlafen können und niemals versuchen seine kompletten Daten aus dem Internet zu löschen, da dieses eh unmöglich ist. Dann lieber mit dem Internet arbeiten und ein wenig selber bestimmen was dort zu finden ist und nicht auf Teufel komm raus versuchen, dagegen zu arbeiten. Wer noch weitere Tipps hat kann diese gerne hier anfügen. Einfach melden !


Webhosting kostenlos testen!

EIN KOMMENTAR ZUM Artikel

  1. Alex Schestag hat diesen Kommentar am 27. Februar 2009 geschrieben| Permalink

    Du schreibst:

    “3) Es gibt kein kostenlos [...] Das Internet ist nie kostenlos gewesen und wird es auch nie sein. [...] Hier gibt es zwar Ausnahmen, aber auch diese werden immer weniger werden.”

    Das ist in mehrfacher Hinsicht völlig falsch, sieht man mal von ISP-Gebühren ab, aber ich denke, darüber reden wir hier nicht:

    1. Das Web ist NICHT das Internet! Es gibt neben dem Web nach wie vor sehr viele nicht-kommerzielle Dienste. Ein prominentes Beispiel ist IRC. IRC-Server werden zumindest in Deutschland, aber auch in anderen Ländern, häufig von Universitäts-Admins in ihrer Freizeit betrieben und der Community völlig kostenlos zur nicht-kommerziellen Nutzung zur Verfügung gestellt! Ein anderes Beispiel sind zahlreiche MUDs (Multi User Dungeons, Textrollenspiele). Es gibt sie noch, die nicht-kommerziellen Dienste im Internet, und sie werden auch noch lange überleben, während so mancher kommerzielle Startup schon lange vor die Hunde gegangen ist!

    2. Das “Internet” im Sinne des Web WAR in seinen Anfängen völlig unkommerziell. Die Idee von Tim Berners-Lee hatte mit kommerzieller Nutzung erst mal gar nichts zu tun. Berners-Lee wollte Informationen und Menschen verknüpfen! Ich kenne das Web seit 1994, und anfangs hast du so gut wie keine kommerziellen Angebote gefunden. Es gab lediglich einige Webseiten von Universitäten und anderen staatlichen Einrichtungen wie der NASA. Wenn sich mal ein kleines kommerzielles Angebot ins Web verirrte, war es viel. Fakt ist: Das Internet und auch das Web waren anfangs NICHT für die kommerzielle Nutzung gedacht! Die langsame Kommerzialisierung des Webs setzte erst 1-2 Jahre später so richtig ein. Die Unkommerzialität des Web wird daher heute noch von vielen, die diese Zeit noch erlebt haben, als der eigentliche “Geist des Web” bezeichnet! Und ich finde, das stimmt!

    3. Auch heute gibt es auch im Web noch viele nichtkommerzielle Angebote, und es werden nicht weniger, es werden mehr! Ich kenne z. B. kein Blog, das angegebene Daten kommerziell nutzt. Privatleute bauen Support-Foren, um anderen zu helfen, die sie vielleicht mit ein bißchen Werbung finanzieren, die aber ansonsten ebenfalls völlig unkommerziell sind. Der Beispiele lassen sich etliche finden.

RSS ? Hier klicken !

Was ist eigentlich RSS ?

Kostenloses Buch

Twitter

Was ist Twitter ???

Rss Feed Tweeter button Facebook button Technorati button Reddit button Myspace button Linkedin button Webonews button Delicious button Digg button Flickr button Stumbleupon button Newsvine button Youtube button