Google allgemein und der neue Browser Chrome werden ja derzeit verschrien, dass sie schnüffeln deluxe und gefährlich sei Google ja sowieso. Aber ist dem wirklich so ??? Vergleichen wir doch mal Google mit dem Real Life.
Du stehst morgens auf, siehst aus dem Fenster und denkst dir “Hmm mein Auto ist ja auch schon in die Jahre gekommen und ein neues könnt mal her”. Also begibst du dich zu deinem Autohändler deines Vertrauens und während du dort auf den Hof fährst, sieht dich schon der Verkäufer und kombiniert “Altes Auto -> Händler -> neues Auto verkaufen.
Der Händler begrüßt dich und drückt dir Hochglanz Prospekte der neusten Modelle in die Hand. Da du ja schon öfters ein Auto dort gekauft hast, weiß er anhand deiner alten Kaufverträge wie du heißt und was für Autos du alle schon bei ihm erstanden hast. Er kann dir also bei neuen Modellen ein Prospekt zuschicken, dich anrufen oder direkt beraten.
Jetzt fährst du zu deiner Hausbank und fragst dort nach, ob du dir auch dein Wunschauto leisten kannst. Der Banker kennt deinen Kontostand und kann dir sagen, wie lange du noch sparen musst für ein neues Auto, oder einen Kredit anbieten um das Ziel zu erreichen.
Nach dem Bankbesuch fährst du in deine Videothek deines Vertrauens und leihst dir dort den neusten Actionstreifen + einen Porno aus. Der Videothekar weiß nun welche Filme du eben gerade ausgeliehen hast und kennt anhand deiner Verlaufsliste, deine Vorlieben von Filmen. Aber weiß der Videothekenbesitzer auch das du dir ein neues Auto kaufen willst ??? NEIN, das weiß er nicht und woher sollte er es auch wissen…
Und dein Bankfuzzie weiß auch nicht das du dir Pornovideos ausleihst. Es gibt also viele unterschiedliche Personen die einige Details über dich wissen, mal mehr mal weniger…
Jetzt nutzt du Google und suchst dir dort dein neues Auto. Du gibst “Auto” in die Suche ein und Google registriert “Ah, eventuell ein Kaufwilliger” also präsentiere ich dem einmal eine Adsense Anzeige von einem Autohändler um die Ecke. Google sieht dich also virtuell auf den Hof fahren und mit deinem Suchwort wird dein Kaufwunsch in eine Werbeannonce umgewandelt. Der Händler dem die Anzeige gehört, bezahlt Google damit er dir diese Anzeige präsentieren kann und Google weiß nun, von dem Kaufwunsch und speichert dieses.
Jetzt suchst du nach einem Actionfilm und bei einer entsprechenden Eingabe in die Suchmaske von Google, weiß Google nun auch, das du auf Actionfilme stehst. Da du aber jetzt keinen Micky Maus Film sehen willst sondern einen Actionstreifen, präsentiert dir Google anhand deiner Suchwörter eine personalisierte Werbung. Wenn du dann auch dein Lieblings- Auto- Actionfilm gefunden hast, hat Google ja erst einmal alles richtig gemacht.
Die besten, personalisiertesten Suchergebnisse direkt auf dich zugeschnitten und alles mit nur einem einzigen Suchwort… (Wunschvorstellung Google)
Ansich ja nichts verwerfliches, weil du nicht unmengen an Zeit verplempern musst um an dein Ziel zu kommen, aber Google ist in diesem Beispiel nur eine Person/Firma die jetzt sehr viel weiß über dich. Ist das jetzt schlecht und wird so die Macht nun immer größer, weil Wissen nun mal Macht ist ???
Ein Spagat also zwischen preisgeben von persönlichen Daten, auf der einen Seite und möglichst mit einem Suchwort, die besten Suchergebnisse präsentiert zu bekommen… Vergessen sollte man auch nicht das Google und zig tausend andere Dienste deswegen auch kostenlos sind und ich glaube auch das nur ein verschwindend geringer Teil der Bevölkerung, etwas für eine Suchmaschine bezahlen würde um sie zu benutzen.
Fazit ist nun, das wir selber abwägen müssen was wir wo preisgeben im Real Life, wie auch im Internet. Deine Daten werden überall gebraucht, gespeichert und genutzt. Das Internet ist NICHT kostenlos und war es auch noch NIE.
Deine Daten sind ein Gut was für viele Firmen sehr interessant ist und jeder der etwas anderes denkt, ist auf dem Modemweg



