3000 Euro Strafe für ein “geliehenes” Foto


Der Abmahn- Wahn geht weiter und jetzt wurde ein Ebay Verkäufer zu 3.000,00 € verurteilt weil er sich ein Foto “geliehen” hatte.

Was war geschehen ???

Ein Verkäufer hat sein gebrauchtes Navi Gerät bei Ebay eingestellt und dabei nicht ein eigenes Foto genommen, sondern ein Produktfoto, was er beim Hersteller gefunden hat. Das Navi wurde von ihm für 79 Euro angeboten.

Das Urteil ist rechtskräftig !!!

Der Verkäufer wurde vorher abgemahnt, hatte aber nicht darauf reagiert und so zog der Hersteller vor Gericht. Neben den Kosten für die Abmahnung, machte er auch seine Anwaltskosten geltend- insgesamt 700,00 Euro.

Kurios

Die Richter entschieden das der Verkäufer die gesamten Kosten von 3.000,00 Euro zu tragen habe und verurteilten ihn außerdem zu einer Zahlung von 40,00 Euro Schadenersatz + 100,00 Euro Abmahnkosten.

Fazit:

Finger weg von fremden Fotos, entweder auf öffentliche, freie Quellen zugreifen oder selber fotografieren. Wenn es nicht eindeutig ist, lieber nachfragen. Ein Anruf tut nicht weh und kann einem einen Haufen Ärger ersparen…


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12 KOMMENTARE ZUM Artikel

  1. Aufschnürer hat diesen Kommentar am 7. Februar 2009 geschrieben| Permalink

    Heftig, und übertrieben :???:

  2. CiT hat diesen Kommentar am 7. Februar 2009 geschrieben| Permalink

    So langsam sollte es sich mit den Fotos eigentlich bis zum letzten rumgesprochen haben. Hatte vor einigen Monaten schon mal ein Tut geschrieben, wie man mit Gimp Bilder freistellen kann … aber ne Digicam hat ja niemand heutzutage :sad:

    Über die Entscheidung des Gerichtes und die Höhe mag ich kein Wort verlieren. Frage mich aber, ob sich sowas nicht langsam rumgesprochen haben sollte.

  3. Carsten hat diesen Kommentar am 7. Februar 2009 geschrieben| Permalink

    @ Aufschnürer
    Jap :evil:

    @CiT
    Wie man sieht gibt es immer noch genug User die keine/wenig Ahnung haben vom Internet. Deswegen ist Aufklärung immer wichtig. Kenne genug User die das nicht so Ernst nehmen, aber wenn die Rechnung ins Haus flattert, dann ist der Ärger da…
    Was die Kosten betrifft ist sowas schon normal. Da werden “mal eben” schöne Streitwerte aus der Tasche gezogen die das ganze dann auch lohnenswert machen.

  4. Stuelpner hat diesen Kommentar am 7. Februar 2009 geschrieben| Permalink

    Ich sehe es wie mein Vorredner. Spätestens seit “Marions Kochbuch” sollte auch in Hintertupfingen bekannt sein, dass die “Zweitverwertung” von Fotos problematisch ist.

  5. Carsten hat diesen Kommentar am 7. Februar 2009 geschrieben| Permalink

    @ Stuelpner
    Ja weil du es weißt und auch mitbekommen hast :!: Viele meiner Kunden wissen es immer noch NICHT…

  6. Marc hat diesen Kommentar am 7. Februar 2009 geschrieben| Permalink

    Hm..
    Namen und Adresse haben die bestimmt voneBay bekommen?!
    Allerdings frage ich mich, warum eBay dann nicht sofort die Auktion heraus genommen hat.

  7. Carsten hat diesen Kommentar am 7. Februar 2009 geschrieben| Permalink

    @ Marc
    Hat doch mit Ebay nix zutun, da die Auktion ja nicht illegal war. Wer Fotos benutzt ist immer alleine dafür verantwortlich, deswegen wurde sie auch nicht gelöscht.

  8. pibo hat diesen Kommentar am 7. Februar 2009 geschrieben| Permalink

    So ein Blödsinn!
    Ich verstehe nicht ganz wieso der Hersteller was dagegen hat, wenn die Hauseigenen Produktfotos verwendet werden?

    ##

    Zu Deinem Zusatz “Ein Anruf tut nicht weh und kann einem einen Haufen Ärger ersparen…”

    - Der Anruft bringt rechtlich betrachtet auch wenig, wenn Dir die Sekretärin, oder ein Praktikant das OK zur Verwendung gibt?!
    - oder hat sich da was geändert?

  9. Dennis hat diesen Kommentar am 7. Februar 2009 geschrieben| Permalink

    Hi, gibts eigentlich einen Grund warum du dauernd “plenkst”?

  10. Mario H. hat diesen Kommentar am 7. Februar 2009 geschrieben| Permalink

    Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Ganz einfach.
    Aber auf eine Abmahnung nicht zu reagieren ist schon sehr blöd.

  11. Carsten hat diesen Kommentar am 7. Februar 2009 geschrieben| Permalink

    Mit einem Anruf war gemeint, das viele nichts dagegen haben, wenn man mal ein Foto “zweckentfremdet”. Bei sehr großen Herstellern ist das natürlich schwierig, weil man nicht einen Verantwortlichen an die Strippe bekommt, wie Pibo schon richtig erkannt hat.

    @ Dennis
    ???

    @ Mario H.
    Ja leider hat der Typ auch ein wenig mit Schuld das die Strafe so hoch ausgefallen ist. Nicht reagieren ist natürlich ein “no go”

  12. Carsten hat diesen Kommentar am 7. Februar 2009 geschrieben| Permalink

    @ Dennis
    musst ich doch erst mal Wikipedia bemühen was denn nun wieder plenken ist :grin:
    Äh ja irgendwie habe ich mir das so angewöhnt und damals (20 Jahre her) fand ich es ansehnlicher und habe es seitdem beibehalten. Wenn ich es anders schreibe sieht es für mich doof aus…

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