Meldungen über den drohenden Staatsbankrott von Island, diversen osteuropäischen Staaten geistern durch die Presse, aber wie sieht es denn mit unserer guten alten Bundesrepublik aus? Nach meinen Recherchen sollen die Ausgaben des Bundeshaushalts in den kommenden Jahren ca 300.000.000,00 €/Jahr erreichen. Von dieser Summe sind jeder 6. € für die Bedienung der Zinsen für die in den vergangenen Jahrzehnten angehäuften Staatsschulden von etwa 900.000.000,00 €. Also werden 50.000.000,00 € nur für Zinsen verbraten! Jetzt kommen für die Finanzkrise noch mal ca 500.000.000,00 € an Bürgschaften für die Banken, die wenn sie ausgeschöpft werden, auch zu finanzieren sind, sowie die läppischen 100.000.000,00 €, die bei der HRE bisher versenkt wurden, die 200.000.000,00 €, die ZUERST mal für die Bad Banks veranschlagt sind. Nach meiner Rechnung sind das 800.000.000,00 € neue Schulden. Die Konjunkturprogramme noch vernachlässigt, verdoppelt sich der Zinsaufwand je Jahr etwa auf 100.000.000,00 €, sodass der Regierung in Zukunft noch weniger Spielraum für ihren Haushalt zur Verfügung steht, was bedeutet: Neuverschuldung! Viele Grüße an meine Enkel und Urenkel, wir geben Euch den Rat, das Modell BRD finanztechnisch zu modifizieren und das ohne eine Rente zu beziehen und noch unsere Schulden zurückzuzahlen! Oder sehe ich das zu pessimistisch?





12 KOMMENTARE ZUM Artikel
Das siehst du kaum zu pessimistisch. Das ewige Märchen der Finanzminister von “keine Neuverschuldung” und “Schulden zurückführen” ist einfach nicht (mehr) glaubwürdig. Trotzdem geht die Masse der Menschen diesen Lügen immer wieder auf den Leim. Panorama hat dazu einen schönen Beitrag gemacht (Die Lügen der Finanzminister). Ich denke, Schulden begrenzen war auch nie vorgesehen, denn der Staat ist einfach der beste Schuldner, den es gibt, schliesslich kann er über seine Macht den Staatsbürge(r)n einfach in die Tasche greifen.
Zur gesamten Verschuldungsproblematik kommt auch noch der Zinseszinseffekt, der eine Exponentialfunktion ist, also immer die Zinsdienstbelastungen immer schneller wachsen lässt. INWO e.V. hat einen anschaulichen Schuldenticker (linke Spalte).
Danke für die Hinweise. Es handelt sich allerdings um die gesamten Staatsschulden, mein Beitrag allein vom Bund.
ein bissl pessimistisch siehstu das schon.
du kannst z.b. bundesanleihen kaufen. dann kriegst du ein stückel von den 100mrd. zinsen für dich ab. oder du kaufst landesschuldverschreibungen. dann kriegstu was von den zinsen der bundesländern. z.b mecklenburgvorpommersche landesschuldverschreibungen.
insgesamt wird ein staat wie die brd nicht pleite gehen. aber halt sehr hoch verschuldet sein. die usa haben inzwischen china als stärksten geldgeber (40%).
also kaufe du lieber fleissig bundesschuldverschreibungen, dann fliesst das zinsgeld in dein säckel
Ich glaube schon irgendwie kommen die Finanziellen Belastungen schon auf den Staat. Meine Frau hat ihren Job schon verloren und wir müssen uns zusammen bei dieser Krise durchsetzen!
@satyasingh
China und Rußland zügeln sich jetzt aber beim Aufkauf von US-Staatsanleihen; die USA sind dem Untergang geweiht, wer will von denen noch etwas besitzen?
Ich behaupte, die Krise wird für Deutschland einigermaßen gut ausgehen, Deutschlands Wirtschaft basiert ja nicht auf einigen Börsenblasen sondern auf purer Arbeitskraft, und die ist hartnäckig. Für die USA aber sieht es düster aus.
@Heri
Es gibt einige Methoden, Schulden abzubauen:
- Währungsreform
- zwangsmäßige Schuldstreichung, dann haben die Banken eben Pech gehabt
- Inflation
- weniger finanzielle Mittel ausgaben (der längste, aber nicht so harte weg)
Wenn dieses verbrecherische System untergeht, kommt ein neues. Ihr solltet euch darauf freuen.
So wie ich die Kommentare von einem Wirtschaftsweisen interpretiere, liegt das schlimmste noch vor uns mit 100.000 weiteren Arbeitslosen.
Dass die USA mit ihrem Defizit von z.Z. etwa 6 Billionen $ fern von gut und böse sind, stimm ich zu. Nicht umsonst wollen insbesondere die Chinesen vom $ als Leitwährung weg und einen Währungskorb anstelle dessen. Aber in dem ist der $ mit 40% gewichtet und der Renminbi ist an den $ gekoppelt. Sind auch wohl nicht so helle die Chinesen. Hängt alles an einem Stück.
@Heri
6 Billionen? Viel mehr. Mindestens 30 Billionen. Mutige Leute reden sogar von 60 Billionen. Die Vereinigten Staaten von Amerika publizieren ihre Zahlen oft nicht, wenn überhaupt, dann geschönt. Viele Projekte, wie zum Beispiel solche auf Area 51, kommen nicht ans Tageslicht, deshalb vermag die Regierung bestimmt auch nicht, die Kosten dieser Projekte mitzuzählen.
Die Bundesrepublik Deutschland gibt ihre Verschuldung aber ohne Schönigung kund.
Schulden des Bundes: 1,0 Billionen €
Schulden der Länmder: 0,5 Billionen €
Schulden des Kommunen: 0,1 Billionen €
@Heri
Zu deinen Arbeitslosen: Die Statistiken über die Arbeitslosigkeit sind auch geschönt.
Es werden viele Menschen nicht mitgezählt:
1-Euro-Jobber (die halten sich natürlich für arbeitslos)
ALG-II-Empfänger
Über-58-Jährige, die länger als 1 Jahr arbeitslos sind
Schon Churchill sagte: Ich glaube nur einer Statistik, wenn ich sie selbst gefälscht habe. Den Spruch adaptier ich.
Dem ganzen Zahlenwerk ist schwerlich zu glauben. Auskunft kann die Bundeschuldenverwaltung geben.