Weitgehend unbemerkt von uns hat sich an den Universitäten ein Wandel vollzogen. Immer mehr Senioren nehmen als Gasthörer, bevorzugt in den Fächern Kunst, Geschichte, Literaturwissenschaften und Theologie ihren Unruhestand in Form eines Studiums auf. Nach Zahlen sind in diesen Studiengängen die Anzahl der über 60-jährigen z.T. bei 60 – 80 %! Da man mit dem einmal erworbenen Abitur immer zum Studium zugelassen wird, suchen Pensionäre in dieser Form Fortbildung z.B. für ihre zeitaufwendigen Hobbies. Jungstudenten sind schon genervt, weil die Alten meist die besten Plätze belegen, die Dozenten mit Fragen zudecken und sie damit in die zweite Reihe drängen. Klar ist auch die unterschiedliche Zielsetzung, die jüngeren lernen für Existenz und Karriere, die alten just for fun. Das muss Reibereien geben. Nur fragwürdig, ob das unser Bildungssystem auf Dauer bewältigen kann!




