Wie die FAZ heute berichtet, sind in England diverse Verfehlungen von Poli- tikern aller Couleur durch die Boulevardpresse gezogen worden. Fast immer war der Spesensatz von fast 25.000 € pro Jahr für eine Zweitwohnung am Regierungssitz in London der Stein des Anstosses. Reumütig zeigte sich ein Mitglied der Opposition, dass von einer Verwandten des Oppositionsführers ihre Zweitwohnung innenarchitektonisch verschönern ließ, mal eben für schlappe 1700 €. Etwas krasser ging ein Mitglied der Regierungspartei vor, der trotz 4 Eigentumswohnungen und einem Hauptwohnsitz in der Nähe von London eine Zweitwohnung dort beanspruchte, das kostete den Steuerzahler dort mal locker 21.000 €. Auch andere kamen mit gekauften Swimming-pools, Gartenpflege-, Hundefutter- und Reitstallausgaben in die Spesenliste.
Momentan läuft eine Art von Selbstanklagewelle der Politiker selbst, die so erschüttert von den Vorgängen waren, dass sie ganz reumütig Besserung ge- lobten und die zuviel erhaltenen Beträge erstatten wollen. Ein ganz radikaler Vorschlag von der Opposition verlangt, dass alle Spesenquittung mit Einrei- chung direkt im Internet veröffentlicht werden. Das hat bestimmt Unterhal- tungswert, oder?




