Im aktuellen Fall sind dem Vorsitzenden der deutschen Steuergewerkschaft Informationen einer schweizerischen Bank zugespielt worden, die aussagen, dass allein bei dieser Bank 50.000 Konten existieren, die mit hinterzogenen Geldern gefüllt sind. Nach weiteren Recherchen soll jedes Konto mindestens 1.000.000 € aufweisen. Das wären dann mal eben mehr als 50.000.000.000,00 €, ein fetter Batzen, den Steinbrück gerne abfrühstük- ken würde.
Wie immer eilt die Politik den realen Verhältnissen weit hinterher. Während Steinbrück lauthals das Austrocknen der Steueroasen verkündet, indem das Bankengeheimnis Zug um Zug ausser Kraft gesetzt wird und die Identität der Kontenbesitzer aufgedeckt wird, sind die Betroffenen schon einen Schritt voraus. Die Identität preiszugeben, muss erst noch in internationalen Verhandlungen von den involvierten Staaten geklärt werden, da sind die Berater schon so clever, die Konten in den Besitz von Treuhandgesellschaften und verschachtelten Firmen und Stiftungen mit unklaren Besitzverhältnissen zu bringen und wieder die Anonymität der wahren Inhaber zu verschleiern. Klar, dass das einen ehrlichen Steuerzahler ärgert, aber es kommt auch klammheimliche Freude auf, weil der Blogschreiber schon selbst den - ungerechtfertigten - Anschuldigungen der Finanzbehörden ausgesetzt war. Im Zusammenhang damit entstand der Eindruck, dass die Finanzbehörden keinerlei gesetzlicher Kontrolle unterliegen, so totalitär traten diese auf. Recht haben und Recht bekommen ist nicht einfach.



