Ölpest vor Amerika unkontrollierbar


Anfang vergangener Woche ist die von BP geleaste Bohrplattform “Deepwater Horizon” nach Explosionen und Bränden gesunken. Seitdem fließt unkontrollierbar Öl ins Meer vor Amerika. Nachdem erste Schätzungen von 160.000 Litern pro Tag ausgingen, hat die amerikanische Meeresschutzbehörde die Menge nach Entdeckung eines 3. Lecks auf etwa 800.000 Liter/Tag nach oben korrigiert. Das sind solch gewaltige Mengen, dass sich bisher ein Ölteppich von 160 mal 72 Kilometern gebildet hat.

Einsatzkräfte haben bereits angesichts dieser Größe davor kapituliert, das Öl mittels Sperren – wie in Europa gehandhabt – abzuschöpfen, sondern sind zu der aus Sicht der Umweltschützer “Verzweiflungstat” übergegangen, den Teppich kontrolliert abbrennen zu lassen. Das ist wegen der herrschenden Witterungsverhältnisse, die den Teppich auf das Festland zutreiben und starker Winde, die die Feuer löschen, aussichtslos. Ganz davon abgesehen, dass damit die Verschmutzung nur in die Atmosphäre verlagert wird.

Obama hat den Ölteppich bereits zur “Nationalen Katastrophe” erklärt, was den Stellenwert eindeutig bestimmt. Die Natur im Golf von Mexiko wird an dieser Ölpest noch lange kranken, zumal ein Verschliessen des Bohrlochs noch nicht einmal gelungen ist. Wie das endet sieht noch keiner klar voraus!

Einen Blick aus dem Weltall auf den Ölteppich bietet die NASA.


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