Lange bevor Facebook so bekannt wurde, war etwa um 2007 die Gemeinde von Second Life dabei, das Internet zu erstürmen. Visionen machten die Runde, dass man dort Partner finden, mit Waren, Dienstleistungen und Immobilien handeln könne, wenn die Entwicklung sich fortsetzte. Es wurde richtiges Geld in diese Scheinwelt gepumpt, Immobilien wurden gekauft, man konnte shoppen, es wurde viel Geld umgesetzt. Doch dann kam es anders und der Hype verlief langsam im Sande. Grossen Anteil daran hatte der Betreiber Linden Lab, der mit Änderung der Nutzungsrechte eingriff.
Nunmehr haben sich diverse Besitzer von Immobilien der Scheinwelt zur Sammelklage zusammengeschlossen, weil sie gezwungen waren, die geänderten, für sie nachteiligen Nutzungsbedingungen, die Ihnen die Eigentumsrechte am virtuellen Besitz nahmen, zu akzeptieren. Wenn sie nicht zugestimmt hätten, hätten sie keinen Zugriff auf ihr Eigentum in der Phantasiewelt mehr gehabt, wären also quasi ebenfalls enteignet worden.
Jetzt fordern sie Schadenersatz und das Gericht wird entscheiden müssen. Das könnte das Ende von Linden Labs bedeuten!





2 KOMMENTARE ZUM Artikel
Öhöm, dabei handelt es sich um Second Life und nicht Second World.
Steht im Süddeutsche-Artikel auch so richtig.
Gruss aus Berlin, Tim.
Du hast natürlich recht, danke für den Hinweis, ändere ich sofort!