Datenschutz massiv verletzt


Die Postbank ist mit einer Aktion aufgeflogen, die jedem halbwegs mit Datenschutz vertrauten Menschen böse aufstößt. Um den Absatz von Finanzprodukten zu fördern, erhielten Handelsvertreter Einblick in die Kontobewegungsdaten der Postbankkunden, um maßgeschneidert Angebote unterbreiten zu können. Dabei sagen die Kontobewegungsdaten natürlich enorm über den Lebensstil und die Vorlieben einer Person aus. Etwa anhand der abonnierten Zeitschriften oder den bevorzugten Kaufadressen, woher das Einkommen stammt – von Hartz4 oder welchem Arbeitgeber. Die im Internet – jetzt aktuell mit dem Facebook-”Gefällt-mir”-Button geförderte Personalisierung der Werbung sollte auf diese Weise von der Postbank wohl perfektioniert werden.

Dieser in 2009 aufgefallenen Aktion hat der NRW-Top-Datenschützer Lepper inzwischen einen Riegel vorgeschoben. Die Postbank kommt mit einer verhältnismäßig geringen Strafe von 120.000 € davon und hat Besserung und die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen gelobt. Mir ist schleierhaft wie ein Bankeninsider, also wohl vertraut mit gesetzlichen Bestimmungen eine solche Vorgehensweise billigen kann. Da steckt doch Vorsatz hinter! Der oder die bleiben natürlich mal wieder unbehelligt.

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