Was eigentlich durch europäische Verträge ausgeschlossen war, nämlich das sogenannte “Bailout” d.h. dass ein Staat dem anderen bei finanziellen Problemen zur Seite springt, ist nicht erst durch den Rettungsschirm konterkariert worden. Jetzt werden wohl mit der nicht mehr zu stoppenden Einführung von “Eurobonds”, also Schuldverschreibungen, wofür die gesamte Europäische Gemeinschaft haftet, alle Dämme hinsichtlich Disziplin und Sparanstrengungen brechen.
Während China clever die “faulen” Staatsanleihen aus den angeschlagenen Länder wie Portugal und Griechenland aufsammelt, die USA ist deren größter Schuldner, um politischen Druck ausüben zu können, flüchten sich alle betroffenen Ländern in Wunschdenken an frühere Zeiten mit eigener Währung.
Die Europäer gehen also deshalb auch den amerikanischen Weg der Zweckentfremdung der Europäischen Zentralbank, die statt wie früher die Deutschen über die Inflation und Verschuldung zu wachen, Papiere der in Schieflage liegenden Länder aufkauft, um den Markt für deren Anleihen für neue Ausgaben zinsgünstig zu bereiten.
Dieses Spielchen wird heiss werden. Denn allein die Ausweisung eines ausgeglichenen Staatshaushaltes baut noch keinerlei Schulden ab. Richtigerweise wird das Problem in die Zukunft verschoben, denn die augenblickliche Situation wird durch die historisch niedrigen Zinsen gestützt, was nicht ewig bleiben wird.
Aus meiner Sicht ist der Aufkauf von faulen Papieren durch die EZB ein fauler Taschenspielertrick! Die Staaten haben die Phase des billigen Geldes genutzt, um zu konsumieren und die Staatsapparate aufzublähen und das Geld im nor-malen Haushalt mitverbraucht. Jetzt ist die weitere Senkung etwa des Leitzinses auf 0,0% faktisch unwirksam. Das Vertrauen in die Eliten, die diese unlösbare Aufgabe an nachkommende Genrationen verschieben will, wie vorhergehende das auch getan haben, ist masslos erschüttert durch die Finanzkrise. Banken leihen einander kein Geld mehr. Grosse Finanzinstitute in USA werfen die Staatsanleihen aus dem Portfolio.
Diese Warnhinweise lassen darauf schließen, dass alle Regierungen an einer Zielsetzung gearbeitet haben als buchhalterisch sauber den Staffelstab an die jüngere Generation zu übergeben.
Die Konsequenz könnte sein, dass das ganze Geldmarktsystem ausgelutscht ist durch die Gier der Banker und Geldhäuser und dem Profilstreben der Politiker.
Was wäre, wenn das Geldausleihen nicht mit Zinsen, sondern Anteil am Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens oder Verteilergemeinschaft (Staat, Religionsgemeinschaft, Vereine oder Firma) hätte. Mir kommt dieser Gedanke besser zurecht als die alte Sichtweise, dass durch Ansteigen der Inflation die Staatsschulden bereinigt werden können.
Seit Wikileaks sind andere Zeiten angebrochen: wer gegen vernünftige Gründe anlügen will, muss schon ein klares Ziel haben. Für mich ist unser ganzes Staatsgebilde baufällig, weil sich zu viele Parasiten sprich zu viele Verteilerkreise mit privaten Zielsetzungen eingenistet haben und die Solidarität dem Staat nur gilt, wenn es keine Zugeständnisse bedeutet. Aber Kritik muss man umsetzen können, das können aber Besserwisser wie die Elite nicht, die in ihren Gedankengängen erlenrten Spuren folgen. Neue Gesichter und Ideen braucht die Welt.




